Geh mir ein wenig aus der Sonne


Geh mir ein wenig aus der Sonne
Geh mir ein wenig aus der Sonne
 
Diese Worte soll der altgriechische kynische Philosoph Diogenes von Sinope (4. Jh. v. Chr.) zu Alexander dem Großen gesagt haben, als dieser ihn aufsuchte und ihm einen Wunsch freistellte. Verschiedene antike Autoren überlieferten sie als Musterbeispiel für die Bedürfnislosigkeit, wie sie demonstrativ von den Anhängern der philosophischen Richtung der Kyniker vorgelebt wurde. Wir zitieren den Ausspruch heute, wenn wir jemandem zu verstehen geben wollen, dass er stört und sich doch entfernen sollte. Gelegentlich benutzt man die Worte auch als ganz konkret gemeinten scherzhaften Hinweis darauf, dass jemand sich ungünstig platziert hat und einem die Sonne oder das Licht nimmt.

Universal-Lexikon. 2012.